Steffen Göpel im Interview

Interview mit Steffen Göpel, Vorstandsvorsitzender der GRK-Holding AG

Leipzig ist eine pulsierende, spannende Stadt“

In den nationalen und internationalen Medien spielt Leipzig eine gewichtige Rolle. Ein besonderer Ritterschlag war das Aufsehen erregende Ranking der „New York Times“, die Leipzig an Nr. 10 unter den weitweiten „31 Places to Go“ positionierte. Warum das so ist, welche Besonderheiten die Stadt Leipzig ausmachen und welche Rolle dabei die Architektur spielt – dazu nimmt Steffen Göpel, Vorstandsvorsitzender der GRK-Holding AG, im aktuellen Interview Stellung.

Zu Person:

Steffen Göpel (* 21.8.1965 in Leipzig) ist ein deutscher Immobilienunternehmer, Vorstandsvorsitzender der GRK-Holding AG, Initiator und Veranstalter des bedeutendsten Golfbenefizevents Deutschlands (GRK Golf Charity Masters) und ehemaliger Autorennfahrer.

Interview mit Steffen Göpel

Steffen Göpel, mal ganz konkret gefragt: Warum ist denn Leipzig in der internationalen Betrachtung ein „Place to Go“?

Steffen Göpel: „Zunächst einmal hat Leipzig allein von der heute noch spürbaren Historie eine unglaublich hohe Bedeutung. Um nur mal ein paar Beispiele zu nennen: Hier wurde die erste Tageszeitung Deutschlands veröffentlicht, Richard Wagner geboren, Johann Sebastian Bach erlangte Weltruhm, die Messestadt war und ist in aller Munde und mit der Friedlichen Revolution von 1989 schuf Leipzig den Grundstein für den Fall der Mauer, leitete die Wiedervereinigung ein und ebnete den Weg für das neue Europa.

Heute verbindet Leipzig Tradition, Moderne und Zukunft. Die Stadt bietet eine fast schon unglaubliche Vielfalt, nach der sich andere Metropolen die Finger lecken würden: Wirtschaft, Messe, Automobilindustrie und Logistik, Kultur, Wissenschaft, Universität und Bildung, Medien und Kreativwirtschaft, Sport. Und nicht zuletzt die weichen Standortfaktoren wie hohe Lebens-, Wohn- und Freizeitqualität, kompakt und urban. Dieser Schmelztiegel an Standortfaktoren macht Leipzig zu einer der pulsierendsten und spannendsten Städte, die man sich vorstellen kann.“

Das klingt nach einer leichten Überhöhung, für die die Leipzigerinnen und Leipziger durchaus bekannt sind…?

Steffen Göpel: „Keineswegs, die genannten Fakten sind keine Überhöhung, sondern Realität. Nur müssen viel mehr Menschen aus dem In- und Ausland bewegt werden, um diese Möglichkeiten und diese Vielfalt hautnah und persönlich zu erleben. Das `Think big´-Denken sehe ich als Qualitätsmerkmal, als gesundes Selbstbewusstsein – abgehoben werden die Leipzigerinnen und Leipziger niemals sein, sondern gewohnt weltoffen, gastfreundlich und fürsorglich. Visionär ja, denn hier stimmen die Perspektiven und Leipzig muss sich weder national noch international verstecken.“

Berlin ist „arm, aber sexy“. Was ist Leipzig?

Steffen Göpel: „Leipzig ist auch sexy, aber hat ebenso noch mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Wir sind aber nicht Klein-Berlin, sondern Klein-Paris – das sagt alles.“

Worin sehen Sie die Probleme der Stadt?

Steffen Göpel: „Noch immer sind die Arbeitslosenquote und das soziale Gefälle zu hoch, aber wenn man sich den Rückgang der Arbeitslosenquote von seinerzeit 22 Prozent auf heute rund elf Prozent anschaut, zeigt das eine deutliche Tendenz und die positiven Perspektiven. Meiner Meinung nach muss die Stadt Leipzig aufpassen, sich nicht in parteipolitischen Machtkämpfen und Ränkespielchen zu verlieren. Eine konstruktive Sachpolitik im Sinne aller Bürgerinnen und Bürger muss das A und O sein. Parteipolitik darf uns nicht lähmen.“

Wie würde dann die Stadt Leipzig im Jahr 2022, also in zehn Jahren, aussehen?

Steffen Göpel: „Leipzig wird dann zu den komplettesten, homogensten und erfolgreichsten Städten Deutschlands zählen, mit wachsender Wirtschaftskraft und sinkenden Arbeitslosenzahlen. Im Jahr 2022 ist Leipzig mehr denn je ein echtes Ausrufungszeichen auf der europäischen Landkarte, ein lebenswerter, pulsierender, internationaler Standort, der Interesse generiert und Begehrlichkeiten weckt.“

Apropos Begehrlichkeiten: Das Angebot an tollen und zugleich bezahlbaren Wohnungen in der Leipziger City sucht seinesgleichen…

Steffen Göpel: „Richtig. Ob Student oder Manager – Leipzig bietet für jeden Geschmack und Geldbeutel die richtige Wohnung bzw. das richtige Eigenheim. Die Architektur ist ein weiteres Alleinstellungsmerkmal der Stadt Leipzig. Neben dem wunderschönem Musikerviertel verfügen wir mit dem Waldstraßenviertel über das größte geschlossene Gründerzeitviertel in Deutschland, welches sukzessive mit einem Top-Standard saniert wurde – unter anderem durch die GRK-Holding AG. Nicht ohne Grund hat die `Welt am Sonntag` Leipzig zur Hauptstadt der Gründerzeit erkoren. Die Mischung aus alter, revitalisierter und moderner, zeitgenössischer Architektur macht einen besonderen Charme aus.“

Herzlichen Dank für das Gespräch, Steffen Göpel.